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Hartmut Fischer
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Dr. Gerhard Knospe
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Albert Dorner
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Elfi Krakowetz
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Petra Theil
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Martin Leonberger
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Dirk Müller
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09.05.2012
FWG-Firmenbesuch bei der Firma DICK

Am Mittwoch 9. Mai stand bei der Freien Wählergemeinschaft Deizisau der regelmäßig stattfindende Firmenbesuch auf dem Programm. Bei dieser Gelegenheit werden Deizisauer Firmen und Handwerker besucht, um vor Ort Informationen aus erster Hand zu erhalten.

FWG-Firmenbesuch bei der Firma DICK

Dieses Mal öffnete die Firma Dick ihre Werkstore für 20 interessierte Deizisauer. Um 14 Uhr wurde die Gruppe von Produktionsleiter Richard Vater in der Eingangshalle begrüßt. Vater erzählte von den Anfängen der Firma Dick, die sich auf Feilen spezialisiert hatte, bis hin zum heutigen Tag, an dem sich zu den Feilen auch noch Spezialwerkzeuge sowie Messer und Fleischerwerkzeuge hinzugesellen. Vor allem die Messerproduktion ist den Deizisauern ein Begriff - denn die Messer werden bei uns im Ort gefertigt. Mehr als 30 Arbeitsschritte sind dafür notwendig. Da Dick mittlerweile auf drei Standbeine baut, sei die Firma mit einem hellblauen Auge aus den Krisenjahren gekommen. Vater betont zudem, dass die Qualität an oberster Stelle steht. Aus diesem Grund seien einige Produktionsschritte auch noch Handarbeit. Vor einer historischen Vitrine aus dem Jahr 1893, die bei der Weltausstellung in Chicago mit dabei war, verabschiedete sich der Produktionsleiter und gab das Wort an Meister Waldemar Lorek, der die Gruppe anschließend durch die Produktionsstätte der Firma Dick führte.

Von den Rohmaterialien bis hin zum fertigen, verpackten und vor Diebstahl geschützten Messer, durfte die Gruppe an diesem Nachmittag alles begutachten und Meister Waldemar Lorek wurde mit Fragen gelöchert. Mit seinen Ausführungen gab Lorek einen anschaulichen Überblick über die einzelnen Produktionsschritte - da wurde auch der Induktionsherd und ein Stück Butter zur Verdeutlichung herangezogen. Lorek betonte ebenso wie der Produktionsleiter Richard Vater, dass die Qualität bei der Firma Dick im Vordergrund steht. "Ein Metzger soll nach dem Kauf eines Dick-Messers nicht erst an die Schleifmaschine müssen", sagte Lorek. Die Zusammensetzung des Stahls sei ebenso wichtig wie die weitere Bearbeitung - allem voran die Wärmebehandlung. Bei der Besichtigung führte Lorek die Besucher an Härteofen mit bis zu 1060 Grad vorbei, zahlreiche Handarbeitsplätze wurden interessiert begutachtet und auch Roboter waren in den Werkshallen zu sehen. "Robi 5" verblüffte die Anwesenden beim dreidimensionalen Schleifen und ein Stockwerk darüber zeigte Lorek der Gruppe die erste Roboterzelle, die ein Messerhersteller jemals in Gebrauch hatte: Vor etwa 1,5 Jahren begann die Firma Dick mit dieser Produktionstechnik. Zu guter Letzt sahen die Besucher, wie das Logo der Firma auf die Messer kommt. Mit einem Ätzverfahren findet Dick Platz auf dem Produkt und "in der Vorweihnachtszeit auf Wunsch auch mal ein anderer zusätzlicher Firmenname", erzählte Lorek. Die Firma Dick stellt sich ganz auf die Kundenwünsche ein, so wurde ein Werkzeug für Hufschmiede entwickelt oder ein neues System mit RFID-Chip eingeführt, um eine möglichst genaue Rückverfolgung der Messer, zum Beispiel in Schlachthöfen, zu gewährleisten. Zum Schluss wurde noch in den Räumen des Fabrikverkaufs gestöbert -mittlerweile waren wir bereits 2,5 Stunden in der Firma zu Gast. An dieser Stelle gilt unser Dank Herrn Vater und Herrn Lorek für die interessante Führung sowie allen freundlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (allen 150 konnten wir leider nicht über die Schulter schauen), die uns Einblicke an Ihrem Arbeitsplatz gewährten.

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